Naturfotos - Schmetterlinge
Tagpfauenauge






IMG/Tagpfauenauge/L_20150726_12.jpg

Das Tagpfauenauge (Aglais io (auch Inachis io oder Nymphalis io)) gehört zur Familie der Edelfalter.

Sie kommen in Bereichen mit Hecken oder in der Nähe lichter Wälder ebenso vor wie im Siedlungsraum,
wo sie in manchen Gärten, auf Friedhöfen und in Parkanlagen angetroffen werden können.

Die tagaktiven Pfauenaugen gehören zu den häufigsten Tagschmetterlingen in Deutschland
und sind mit Ausnahme des hohen Nordens in ganz Europa und Asien beheimatet.

Als Gewinner des Klimawandels profitieren sie von den höheren Temperaturen
und bilden schon jetzt zwei, statt wie früher üblich nur eine Generation pro Jahr aus.

Die Schmetterlinge schlüpfen ab Juli aus den Puppen und saugen dann Nektar
vor allem an violett blühenden Pflanzen, gerne an Disteln.
Die zweite Generation schlüpft von Spätsommer bis Herbst.


Die erwachsenen Falter kann man in Mitteleuropa in der Zeit von März bis Oktober beobachten,
bei warmer Witterung auch früher oder später.
Raupen findet man Ende Mai sowie im Juni und in warmen Jahren erneut im Spätsommer.

Die wichtigste Nahrungspflanze der Raupen des Tagpfauenauges sind in Mitteleuropa die Große Brennnessel.
Für gewöhnlich sind die Raupen ausschließlich auf ihr zu finden.

Im Herbst suchen Tagpfauenaugen nach windgeschützten und nicht zu trockenen Überwinterungsquartieren.
Dabei dringen sie mitunter auch in Häuser ein, wo man sie dann manchmal in Kellerräumen finden kann.

Versuchen die Falter eine Überwinterung auf Dachböden, sterben sie oft, weil es dort für gewöhnlich zu trocken ist.
In der Natur überwintern Tagpfauenaugen unter anderem in Höhlen oder auch in Fuchsbauen.

Da Tagpfauenaugen als erwachsene Tiere überwintern,
kann man sie mitunter auch in winterlichen Wärmephasen und zeitig im Frühjahr beobachten.

* NABU 1 * NABU 2 * NABU 3 * Bestimmungshilfe *

* Insektenbox * Europäische Schmetterlinge *