Dortmund
Phönixsee


160 Jahre lang wurde in Dortmund-Hörde Stahl gekocht.
 
Der Name Phoenix stand für das Hochofenwerk auf dem Gelände Phoenix-West
und das Oxygen-Stahlwerk Hermannshütte auf dem Gelände Phoenix-Ost.

Die Neuordnung der Stahlindustrie an Rhein und Ruhr 1951, mehreren Übernahmen durch die Hoesch AG,
dem niederländischen Estel-Konzern und letzlich die feindliche Übernahme durch Krupp
beförderten den langsamen Niedergang des Dortmunder Stahl-Standorts.

Nachdem bereits 1998 der Betrieb auf Phönix-West eingestelt wurde,
fand am 23. April 2001 auf Phönix-Ost die letzte Roheisenschmelze statt.

Verbleibende Maschinen- und Gebäudeteile auf dem Areal Phönix-Ost wurden durch
chinesische Kooperationspartner von ThyssenKrupp demontiert und abtransportiert.

Verbleibende Anlagen wurden entsorgt, belastete Böden auf dem "Neuen Kaiserberg" deponiert.

Auf den frei werdenden Flächen des 96 hs großen Geländes konnte nun das heutige
Wohn- und Naherholungsgebiet „Phönixsee“ entstehen. 

Mit einer großen Eröffnungsfeier am 1. Oktober 2010 wurde um 16.18 Uhr
der 1230 Meter lange und 310 Meter breite See geflutet.

Der See ist zudem ein Baustein bei der Renaturierung der Emscher.
Seine Gestaltung dient zudem als Regenwasserrückhaltebecken zu Hochwasserschutz

* „Hörder Bergwerks- und Hütten-Verein“ * Emscher GenossenschaftHochwasserschutz *

* Ruhrgebiet-ndustriekultur * Industriedenkmal.de *



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Blick vom "Neuen Kaiserberg" auf den See in einer Ansicht von 2012 und 2017



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Der "Neue Kaiserberg"



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Wohnbebauung am Ostufer



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Sportboot-Hafen mit Hörder Burg (linkes Bild),  dem ehemaligen Sitz des westfälischen Aldelsgeschlechts Hoerde,
dem ehemaligen Verwaltungsgebäude der ehemaligen Hoesch AG und ab 2017 der Sparkassenakademie NRW. 

Moderne Bebauung mit Geschäfts- und Praxisräumen (rechtes Bild)



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Die Statue "Bird Woman" des Künstlerpaars Lucy und Jorge Orta
ist eine von drei Installationen am Ufer des Phoenix-Sees anlässlich der
Ausstellung Emscherkunst 2016 in Dortmund



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Ein ca. 3,4 km langer Weg, der um den gesamten Phoenix-See führt, lädt zu einem gemütlichen Spaziergang ein.

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Die rd. 100 Jahre in ca. 8 m Tiefe unterhalb des Stahlwerksgeländes geführte Emscher
wurde an das Tageslicht zurück geholt.

Die renaturierte Emscher verläuft heute in unmittelbarer nördlicher Nachbarschaft zum See
in einer teils bis zu 35 m breiten Gewässeraue mit mäandrierender Gewässerführung
und Stauanlagen zur Hochwasseregulierung.



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Thomasbirne auf der Kulturinsel im Phönixsee



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Blick vom "Neuen Kaiserberg" auf das Stahlwerk Phönix-Ost